12 Years a Slave (2014) – Filmkritik

Solomon Northup, ein freier schwarzer Mann aus dem Staate New York, wird in den USA der Vorkriegszeit entführt und versklavt.

„A man is free to do as he pleases with his property“ – Edwin Epps

Das neue beinahe Meisterwerk von einem der vielversprechendsten Jungregisseure unserer Zeit. Steve McQueen schenkte der Leinwand mit Hunger (2008) und Shame (2011) bereits zwei visuell eindrucksvoll innovative und emotional berührende Werke über Widerstand, Sucht und Rituale. Besonders sein modern visueller Stil, die Authentizität der Bilder, sowie die (in)tangible Brutalität seiner Szenen wusste zu beeindrucken. 12 Years a Slave bildet dabei keine Ausnahme. Hier die Liste der wichtigsten Argumente:

Lupita Nyong’o als Patsey in '12 Years a Slave' (2014)

Lupita Nyong’o als Patsey in ’12 Years a Slave‘ (2014)

Pro (85)

  1. Sehr guter Ensemble-Cast, mit herausragenden Schauspielleistungen. Michael Fassbender brilliert neben Chiwetel Ejiofor und Lupita Nyong’o.
  2. Komplizierte und unkonventionelle, aussagekräftige Kamerafahrten. Szenen beeindrucken durch moderne Optik, Tiefgang und gnadenlos ehrliche Brutalität.
  3. Macht den Zuschauer zum ‚echten‘ Zeugen eines der grausamsten Verbrechen der Menschheit und weiß zu berühren.
  4. Keine Minute zu lang.

Contra (15)

  1. Mehr eigentliche Handlung hätte dem Spannungsbogen des Films gut getan.
  2. Wenige Dialoge wirken predigend.
  3. Komplette Abwesenheit von Rassismus an bestimmten Orten innerhalb der Geschichte – „heile Welt“.
  4. Brad Pitt merklich unter dem Niveau des restlichen Ensembles.
  5. Finaler Storytwist wirkt unverdient. (nicht herbei gearbeitet)

Bewertung:

8,5/10

Wie immer die Warnung: Trailer nur anschauen, wenn mögliche Spoiler nicht als störend empfunden werden:

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