Gravity (2013) – Filmkritik

Um zu überleben, müssen eine medizinische Ingenieurin und ein Astronaut zusammen arbeiten, nachdem sie bei einem Unfall an ihrer Raumstation manövrierunfähig in die Weiten des All geschleudert werden.

„Just point it at Earth and fly forward… It’s not rocket science!“ – Matt Kowalski

Gravity ist visuell atemberaubend – im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist ein Survival-Film durch und durch, der die Stärken des Genres genial aufbereitet und in einem anschaulichen Weltraum-Setting spannend ausspielt, allerdings auch die Schwächen nicht auslässt. Gravity gehört nämlich nicht zu jenen Filmen, die neben ihrer technischen Innovation und visueller Effekte auch noch durch eine überraschende Geschichte und tiefgehenden Charakteren, sowie Dialogen auftrumpfen kann. Muss das jedoch bei jedem Film der Anspruch sein? Wir verfolgen zwei Astronauten, die in sensationellen Sequenzen um ihr Leben gegen das Weltall verteidigen und den Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt in der Schwerelosigkeit mitnehmen. Werden sie es schaffen? Das ist die einzige Frage, die dieser Film zu stellen vermag. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist ein vorzüglicher Action-Blockbuster und den Kinobesuch unbedingt Wert. Hier die Argumente:

Sandra Bullock in 'Gravity' (2013).

Sandra Bullock in ‚Gravity‘ (2013).

Pro (80)

  1. Atemberaubende Achterbahnfahrt von höchster Qualität im Action- und Survivalbereich, die den Zuschauer von Anfang bis Ende nicht loslässt.
  2. Sensationelle Bilder, Effekte und Kamerafahrten von Weltall, Raumstationen und Erde.
  3. Solides Schauspiel. (konnte den Film bisher leider nur in der deutschen Synchronfassung sehen, macht aber – glaube ich – bei diesem dialogarmen Film kaum einen Unterschied)
  4. Überragende 3D-Effekte – endlich macht dieses Format einmal Sinn!
  5. George Clooney mit einer clooneyesken ‚coole Sau‘ Performance.

Contra (20)

  1. Verlauf der Geschichte nicht unvorhersehbar oder überraschend.
  2. Hintergrundgeschichte und Charaktertiefe der Protagonisten ausbaufähig.
  3. Dialoge wirken an manchen Stellen etwas gekünstelt.
  4. Religiöse Motive als tiefere Bedeutung, falls wirklich so angedacht, nicht wirklich aussagekräftig und eher offensichtlich.

impressed3d

 

Wertung

8,5/10

Wartet! Ich habe noch eine sehr coole, kleine Info für euch. Für die, die den Film bereits gesehen haben, gibt es einen Kurzfilm vom Drehbuchautor von Gravity (der Sohn des Regisseurs Alfonso Cuaron) auf Youtube zu sehen. Er zeigt einen Teil der Ereignisse des Films aus dem Blickwinkel eines Eskimos am Nordpol. Ihr werdet erkennen, um welche Szene es sich handelt:

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